Das wars also. Die schöne Zeit in Oslo ist vorbei, morgen gehts zurück nach Deutschland. Im Moment kommt es mir eher so vor als ob ich mal eben über Weihnachten in den Urlaub fahre, obwohl ich bereits in einem kahlen Zimmer sitze und meine sieben Sachen schon perfekt verpackt habe. Ich muss sagen das mir Oslo doch ans Herz gewachsen ist und im Laufe der Zeit zu einem Zuhause wurde. Diese Erleuchtung hatte ich erst, als Dorina letzte Woche wie wild die Küche putze und es damit erklärte, dass es ihr Zuhause sei und das sie es deshalb macht. Da ist mir das erste mal wirklich aufgefallen, dass auch ich mich hier zu Hause fühle und um so trauriger ist es nun, dass ich Abschied nehmen muss. Ich fand mich gut zurecht und konnte mein Norwegisch verbessern, wenn auch nicht in dem Umfang wie ich es gern hätte.
Die letzte Woche habe ich größtenteils in der Stadt verbracht und hab mir nochmal alles angesehen, hab ein paar Bilder gemacht und mir noch einen Stapel Bücher gekauft um ein Stückchen Norwegen mit nach Deutschland zu nehmen. So langsam bin ich aber den ganzen Schnee und das Eis leid, da jeder Schritt einem Balanceakt gleicht. Heute habe ich dann meine letzte Prüfung hinter mich gebracht und die letzten Schulden beglichen die das Wohnheim noch wollte. Was mir nicht bekannt war behält die norwegische Bank bei jeder Überweisung 100 Kronen ein und zieht diese von dem Betrag ab und somit habe ich natürlich immer 100 Kronen zu wenig Miete bezahlt. Letztendlich hat mich die beknackte Bank ca. 70€ gekostet, nur Gebühren. Zählt man dann noch die Gebühren an den Geldautomaten dazu hab ich locker 100€ an die Bank gezahlt.
So nun mal sehen wie ich den Abend noch rumkriege.




Hallo Jani, alter Norweger, ich schreibe gerade mit deiner neuen Tastatur und dazu plärrt mir die geniale Musik aus dem 78er Genesis – Album in die Ohren. Ich kann also durchaus verstehen, das du jetzt so ein bisschen den Blues hast. In den 5 Monaten kann man sich schon an so manches gewöhnen und auch lieb gewinnen. Es ist ja kein Abschied für immer. Oslo ist schließlich nicht Kabul oder Teheran. „Das Schiff“ fährt ja jeden Tag. Denk auch mal daran, daß die Heimat dich in schwierigen Zeiten braucht. Wir freuen uns auf Mittwoch und beachte, „Das Universum wird sich aller Wahrscheinlichkeit auch ohne uns weiterdrehen, aber wir nicht ohne es.“
Also schöne Reise und grüß die Norweger- dein alter Herr.
ich kann Dich voll und ganz verstehen.
Ich war gerade nur einen Tag in Oslo und ich würde gerne dahin ziehen, wenn ich es mir finanziell leisten könnte.
Es ist eine tolle Stadt.
Da Du die Stadt gut kennst, kannst Du mir bestimm eine Frage beantworten:
Vor der neuen Oper steht eine Bronzefigur (eine weibliche)
ich kann nirgends finden, wer oder was sie darstellt und von welchem Künstler.
Hast Du Dich wieder in Deiner Heimat eingelebt(das ist old Germany?)
Gruß
Ich bin Europäerin
Frankreich geboren, in Deutschland aufgewachsen, eine ital.Mutter