Er studiert. So wie meine Kurswahl im Moment jedoch aussieht, wird es eher ein Sprachurlaub, denn ich habe ‘nur’ einen Norwegisch- und einen Isländischkurs, wobei Erstgenannter mit 8 Stunden die Woche + mindestens die gleiche Zeit eigenständige Lektüre, die meiste Zeit beanspruchen wird. Aber man soll ja nicht jammern, denn ich mache es ja freiwillig und außerdem habe ich nur dienstags und donnerstags Uni. Bei so viel Freizeit bietet es sich an, sich um einen Nebenjob zu kümmern, was auch mein erstes Anliegen sein wird, sobald ich die ganze Bürokratie hinter mir gelassen habe.
Die Freizeit soll aber auch nicht zu kurz kommen, denn wenn man schon mal in Norwegen ist, muss man natürlich auch dem winterlichen Volkssport frönen: langrenn, zu deutsch Langlauf. An diese Stelle sollte nicht unerwähnt bleiben, dass ‘Ski’ ein norwegisches Wort ist, denn dort wurde das Skifahren schon vor einer Million Jahren erfunden. Mindestens! Dieser wilde Tatendrang setzt natürlich voraus, dass es bis Weihnachten schneit. Sollte dies aber wider erwarten nicht eintreten, bleibt immer noch die sommerliche Variante davon: å gå på tur. Wandern. Das dies den Norwegern besonders am Herzen liegt, erkennt man wohl schon an der auffälligen Häufung an Sonderzeichen, die doch ganz sicher dazu dienen sich von der Menge abzuheben und die Wichtigkeit dieser Freizeitaktivität hervorzuheben. Hinzu kommt, dass es durch das Kringel-A ungemein skandinavisch aussieht, was wiederum zur ewigen Identitätsfrage der Norweger beiträgt. Doch dazu mehr in einem späteren Beitrag.



